Laut Reporter ohne Grenzen beschäftigt die tunesische Regierung Beamte, die gezielt nach kritischen Websites suchen. Pain sagte, «Wenn sie dein Blog finden, blockieren sie die Zugriffe auf deine Website. Wenn du die Behörden dann weiter kritisiert, werfen sie dich ins Gefängnis.»Bei der Uno will man die Kritik jedoch nicht gelten lassen. Gipfel-Organisator Robert Shaw sagte, «den Gipfel in einer sich entwickelnden Gesellschaft zu veranstalten, ist sehr wichtig». Der afrikanische Kontinent habe extremen Aufholbedarf. «Nur drei Prozent aller Internet-Nutzer kommen aus Afrika», sagte er.
Elijah Zarwan von Human Rights Watch in Kairo kritisiert den Veranstaltungsort Tunis ebenfalls. Er zitierte einen Aktivisten aus Tunesien: «Wenn das Internet ein globales Dorf ist, dass ist Tunesien das Kellerverließ in diesem Dorf.» (nz)