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Yahoo verteidigt Zusammenarbeit mit China

10. Nov 2005 17:39
Yahoo China
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Der Chef des chinesischen Yahoo-Portals hat die Preisgabe des Dissidenten Shi Tao an die Behörden verteidigt. Das habe nichts mit Politik zu tun, sagt er.

Jack Ma, Gründer des chinesischen Internet-Unternehmens Alibaba.com und Chef des chinesischen Yahoo-Portals, hat die Weitergabe von Kundendaten an die chinesische Polizei verteidigt. Dadurch war vor wenigen Wochen der Journalist Shi Tao enttarnt und wegen einer kritischen Mail zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Mehr in der Netzeitung:
Der renommierte chinesische Dissident Liu Xiaobo hatte daraufhin Yahoo-Gründer Jerry Yang Zusammenarbeit mit der Diktatur vorgeworfen. Mehrere Menschenrechts-Organisationen hatten das Vorgehen von Yahoo ebenfalls verurteilt.

«Geschäft ist Geschäft»

«Ich finde das gegenüber Jerry unfair», sagte Ma gestern in Peking. «Geschäft ist Geschäft, das hat mit Politik gar nichts zu tun.» Der Alibaba-Gründer hatte erst im August das China-Portal von Yahoo übernommen.

Er sagt nun, er wolle auch weiterhin mit den chinesischen Behörden zusammenarbeiten. Der Datenschutz werde dem nicht im Wege stehen. «Ich würde das gleiche tun», so Ma. (nz)

 
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