netzeitung.deNeuer Opera-Browser für ältere Handys

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Opera-Logo (Foto: my.opera.com<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ab diesem Donnerstag kann Operas neuer Mini-Browser per SMS bestellt werden. Damit können auch ältere Handymodelle online gehen.

Von Clemens Bomsdorf

Der norwegische Softwarehersteller Opera bringt an diesem Donnerstag einen neuen Internetbrowser für Mobiltelefone in Deutschland auf den Markt. Das «Opera Mini» genannte Programm läuft anders als herkömmliche Internetbrowser auch auf älteren Modellen. Opera Mini kann per SMS bestellt oder kostenlos per WAP heruntergeladen werden.

Anders als die aufwendigere Software von Opera, die auf vielen teuren Mobiletelefonen wie dem Nokia Communicator vorinstalliert ist, läuft der Mini-Browser auch auf älteren Telefonmodellen und nicht nur auf so genannten Smartphones.

Laut Opera läuft der neue Browser auf den meisten WAP-fähigen Handymodellen. Der Großteil der neuverkauften Geräte erfüllt diese Bedingungen. «Mit Opera Mini können die meisten der 60 Mio. Mobiltelefonnutzer in Deutschland jetzt das ganze Internet mit den Handys die sie bereits haben, nutzen», sagte Opera-Chef Jon von Tetzchner.

Nur wenige KB groß
Opera Mini ist ein nur wenige Kilobyte großes Programm, das komprimierte Websites liest. Die eigentlichen Internetseiten werden von einem Server von Opera geladen, der diese dann komprimiert an das Handy weiterleitet.

Herkömmliche Websites sollen so nur 20 Prozent der Speicher- und Übertragungskapazität benötigen, die gebraucht würde, um die Seite mit einem normalen Browser zu laden. Dadurch wird die Website erheblich schneller aufgebaut und da die Nutzung üblicherweise Volumenabhängig ist, entstehen für den Nutzer auch geringere Telefonkosten.

Weil die Daten zunächst an einen Server von Opera geschickt werden, eignet sich der neue Mini-Browser jedoch nicht für Aktionen, bei denen sensible Daten versandt werden wie etwa bei Bankgeschäften.

Opera Mini wird bereits in allen nordischen Ländern angeboten. Bis Ende des Jahres soll Opera Mini in fast allen Staaten erhältlich sein. In Norwegen hat Opera einen Vertrag mit dem Privatsender TV2 abgeschlossen hat, der dafür zahlt, dass dessen Internetseite stets die Startseite des Browsers ist. Ursprünglich wollte Opera mit diesem Geschäftsmodell auch in anderen Ländern arbeiten.

In Deutschland hat das Unternehmen nicht den richtigen Partner finden können und entschied sich, zunächst ohne Medienpartner auf den Markt zu gehen. Um Geld zu verdienen ist Opera langfristig allerdings auf Partner angewiesen. (nz)