Firefox feiert ersten Geburtstag
09.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Das Besondere an Firefox ist: Er wurde nicht entwickelt, um Geld damit zu verdienen. Das Programm lässt sich zurückführen auf Netscape, den beliebtesten Browser der Neunziger Jahre. Nachdem AOL das Interesse an dem inzwischen vom Internet Explorer deklassierten Programm verloren hatte, gründete sich die Mozilla Foundation. Firefox ist «Open Source» das heißt, dass der Programmcode offen liegt und jeder Programmierer seinen Teil zur Verbesserung und Weiterentwicklung des Browsers beitragen kann.
Wegen der geringeren Verbreitung werden allerdings deutlich weniger Viren programmiert, die Firefox-Schwachstellen ausnutzen. Außerdem hilft bei der Fehlerbeseitigung die große Anzahl der potentiellen Verbesserer. «Unser Programmcode unterliegt einer besonderen Kontrolle», so der Mozilla-Sprecher dazu. «Wir haben eine sehr eiffiziente Art, Fehler zu korrigieren.»
Inzwischen ist die Firefox-Version 1.5 als Beta-Testversion veröffentlicht. Nach Reparatur der letzten Fehler soll die endgültige Variante noch vor Jahresende auf den Markt kommen. Unter anderem sollen sich Websites im Browserfenster dann noch besser anordnen lassen, auch für Behinderte soll Firefox dann leichter handhabbar sein. Zudem sind im Lauf des letzten Jahres unzählige Erweiterungen programmiert worden, mit denen sich der Browser individuell anpassen lässt. «Unsere Mission ist es, den Anwendern eine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Browsern zu geben», sagt Mozilla-Mann Nitot dazu. «Wir wollen mit Firefox kein Geld machen.» (nz)

