netzeitung.deMicrosoft kooperiert mit British Library

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Alles, was in Großbritannien veröffentlicht wird: Microsoft arbeitet mit der British Library. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Alles, was in Großbritannien veröffentlicht wird: Microsoft arbeitet mit der British Library.
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100.000 Werke aus dem Bestand der Britischen Nationalbibliothek darf Microsoft digitalisieren und online stellen. Der Konzern will so zu Mitbewerber Google aufschließen.

Für das eigene Bücher-Scan-Programm hat Microsoft eine strategische Partnerschaft mit der British Library geschlossen. Das Abkommen erlaube es dem Konzern, 100.000 Bücher oder rund 25 Millionen Buchseiten aus den Beständen der britischen Nationalbibliothek in sein Internet-Angebot zu übernehmen, meldet die «Financial Times».

Die British Library reklamiert für sich, eine Ausgabe von allem im Bestand zu haben, was im United Kingdom und in Irland veröffentlicht wird. In einer ersten Pilotphase will sich Microsoft auf 10.000 Werke konzentrieren, die Unternehmen und Bibliothek gemeinsam auswählen wollen.

Man wolle sowohl Material von allgemeinem Interesse digitalisieren als auch den Interessen von Spezialisten gerecht werden, erklärte Microsoft dazu. Die Büchersuche des Microsoft Network MSN soll im nächsten Jahr als Beta-Version freigeschaltet werden. 2,5 Millionen Dollar will man im kommenden Jahr als Start-Investition in das Projekt stecken, das man als Langzeit-Partnerschaft ansieht.

Technologie als Umsatzträger
Koordiniert werden soll die Digitalisierung von der Open Content Alliance, einem Konsortium kommerzieller und gemeinnütziger Organisationen unter Führung von Yahoo. Die Alliance war als Reaktion auf Google gegründet worden, wo man schon seit einiger Zeit Bücher scannt und am Donnerstag dieser Woche die erste Tranche des Angebots in die Online-Suche übernommen hat.

Unter Copyright-Gesichtspunkten sind die Aktivitäten allerdings umstritten. Gegen Google laufen in den USA wegen der Digitalisierung zwei Klagen. Microsoft wiederum will die Technologie zum Scannen, Indizieren und Suchen der riesigen Papiermengen auch kommerziell auswerten: Man wolle die Technik Unternehmen anbieten, die die Archivierung ihrer großen Archive in Angriff nehmen wollen. (nz)