netzeitung.deDirektor verbietet Schülern Weblogs

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Ein katholischer US-Schuldirektor hat seine Schüler aufgefordert, alle privaten Internet-Tagebücher zu löschen. Das diene dem Schutz der Jugendlichen, argumentiert er.

Die Schüler der Papst Johannes XXIII. High School in Sparta im US-Bundesstaat New Jersey dürfen künftig keine Weblogs mehr führen. Das zumindest will ihr Direktor, Pfarrer Kieran McHugh, durchsetzen, berichtet die Zeitung «Daily Record».

Er forderte die 900 Schüler der Privatschule zu Schulbeginn vor zwei Wochen auf, alle Weblogs im Internet zu löschen. Andernfalls, so drohte er, gebe es Disziplinarmaßnahmen.

Blogs seien nicht nur Spaß, sagte Pfarrer McHugh. Vielmehr würden solche Internet-Tagebücher von Pädokriminellen genutzt, um persönliche Informationen über Kinder und Jugendliche zu sammeln.
«Unbelegte These»
Die Schüler seiner Schule teilen seine Ansicht offenbar nicht. Die Zeitung berichtet, die Schüler seien über die neue Regelung empört. Die Schule könne ihnen schließlich nicht vorschreiben, was sie zu Hause tun.

Kevin Bankston von der «Electronic Frontier Foundation», einer Online-Bürgerrechtsgruppe, sagte der Zeitung, «das ist eine völlige Überreaktion auf eine bislang unbelegte These». Er gehe eher davon aus, dass die katholische Schule verhindern wolle, dass Jugendliche über sie negative Dinge im Internet schreiben.

McHugh bestreitet das. «Es handelt sich hier nicht um Zensur», sagt er. Die meisten Schüler würden sich ohnehin an die neuen Regeln halten. (nz)