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US-Filmindustrie verklagt Site-Betreiber

17. Okt 2005 16:15
Legal, aber nur für US-Bürger: movielink.com
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Websites, die gegen Bezahlung Links zu Filesharing-Downloads anbieten, stehen im Visier des US-Film-Verbands. Die ersten Verfahren wurden eingeleitet.

Der Verband der US-Filmindustrie hat gegen die Betreiber von sechs Websites Klage vor einem New Yorker Gericht eingereicht. Die Motion Picture Association of America macht den Betreibern nach einer Meldung der BBC zum Vorwurf, dass sie Links anbieten, über die sich via Filesharing Kinofilme herunterladen lassen – und das gegen Bezahlung.

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Die Seiten verlangen Gebühren, die zwischen 20 Dollar für drei Monate und 40 Dollar für eine lebenslange Mitgliedschaft reichen - Filesharing-Software und die damit verbundenen Angebote sind kostenlos. In ihrer Klage wirft die MPAA den Betreibern außerdem vor, den Eindruck zu erwecken, dass über ihre Seite arrangierte Downloads legal sind – unter anderem dadurch, dass – natürlich ebenfalls copyright-geschützte – offizielle Fotos aus dem Marketing der betroffenen Filme verwendet werden.

«Diese Betrugsgeschäfte bitten Kunden für illegale Downloads zu Kasse», so der Vorsitzende der Organisation, Dan Glickman, «was unschuldige Menschen zu Gesetzesbrechern machen kann.» Mit der neuesten Aktion setzt die MPAA ihre Kampagne gegen das Filesharing und damit verbundene Aktivitäten fort.

Technologien, die schützen sollen

Schon in den letzten Monaten hatte man Menschen vor Gericht gebracht, die auf ihren Seiten Download-Links angeboten hatten. Außerdem entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, dass Betreiber von Tauschbörsen für die Copyright-Verstöße haftbar gemacht werden können, die von ihren Usern ausgeführt werden.

Außerdem arbeitet Movielabs, ein Joint Venture von sechs großen Studios, an Technologien, die die Filme vor elektronischer Piraterie schützen sollen. Legale Services, die die illegalen Angebote ersetzen könnten, kommen allerdings nur langsam aus den Startlöchern. Zwar gibt es in den USA inzwischen Services, die Filme via Netz verbreiten.

Da die Daten hier allerdings erst im Augenblick des Betrachtens gestreamt werden, ist der Service anfälliger als die illegalen Angebote. Auch Sony hat im März eine Art iTunes für Filme angekündigt, das allerdings erst im kommenden Jahr verfügbar sein soll. Weitere Impulse erhofft sich die Branche durch die Markteinführung eines Video-iPods. (nz)

 
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