Der Kreuzberger Sozialwissenschaftler Hakan Aslan, der Jugendliche nach der Schule betreut, sagte der «Berliner Zeitung», zuerst habe er die Sache nicht ernst genommen. Die Botschaften würden aber inzwischen vielfach verschickt und unter den Jugendlichen weitergereicht.Viele Kinder hätten Angst vor den Botschaften. «Die nehmen das ernst», sagt Aslan. Ziel der MMS seien offenbar vor allem Mädchen.
Der Schulsenator hat, alarmiert durch mehrere Schulleiter, die Sache an die Polizei weitergereicht. Die informierte den Verfassungsschutz, der inzwischen «einen religiösen Hintergrund» erkennt. Den Verfassungsschützern zufolge gab es ähnliche Vorfälle in den Niederlanden und Saudi-Arabien.
Laut «Berliner Zeitung» kursieren solche MMS inzwischen auch in anderen deutschen Städten. (nz)