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Lupe Google gründet eigene Stiftung

Google will künftig mit einer Stiftung Armut bekämpfen und Umweltschutz fördern. Das Unternehmen spendet wesentlich mehr als andere große IT-Unternehmen.

Google hat seit dem Börsengang 265 Millionen Dollar seines Kapitals gespendet. Das Unternehmen teilte in Kalifornien mit, 90 Millionen Dollar seien in eine neu gegründete Stiftung geflossen, weitere 175 Millionen habe man an diverse wohltätige Organisationen gespendet.

Die Google-Stiftung soll sich künftig nach Willen der Unternehmensgründer Larry Page und Sergey Brin um zwei Themen kümmern: Umweltschutz und die Bekämpfung der globalen Armut. Die beiden hatten bereits beim Börsengang angekündigt, innerhalb der nächsten 20 Jahre ein Prozent des Google-Kapitals zu stiften. Bei dem derzeitigen Kurs der Google-Aktie wären dies 918 Millionen Dollar.

Google ist der größte Spender
Die Zeitung «New York Times» berichtet, Google habe seit seinem Börsengang wesentlich mehr gespendet als andere große IT-Unternehmen. So habe zum Beispiel Chiphersteller Intel im vergangenen Jahr 72 Millionen Dollar ausgegeben, Microsoft habe 47 Millionen gespendet und Yahoo gebe selbst an, nur kleinere Beträge zu stiften.

Peter Hero, Chef der Firma «Gemeinschaft Silicon Valley», die spendenwillige IT-Firmen berät, zeigte sich angesichts der Spendenbereitschaft von Google begeistert. Er sagte, in der Regel wollten Computerfirmen für Dinge wie Kunst, Bildung, Soziales oder Wissenschaft spenden. «Ich kann mich an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand sagte, er wolle die weltweite Armut bekämpfen.»

Lediglich eines stimmt Hero skeptisch: Google unterstützt mit dem Geld auch Unternehmen, die in der Entwicklungshilfe arbeiten. Das sei offenbar Ausdruck einer gewissen Skepsis gegenüber Hilfsorganisationen, sagte er. Diese sei aber in der Regel unberechtigt. Es gebe zudem auch viele Unternehmen, die ineffizient arbeiteten oder Insolvenz anmelden müssten. (nz)