Google gründet eigene Stiftung
Die Google-Stiftung soll sich künftig nach Willen der Unternehmensgründer Larry Page und Sergey Brin um zwei Themen kümmern: Umweltschutz und die Bekämpfung der globalen Armut. Die beiden hatten bereits beim Börsengang angekündigt, innerhalb der nächsten 20 Jahre ein Prozent des Google-Kapitals zu stiften. Bei dem derzeitigen Kurs der Google-Aktie wären dies 918 Millionen Dollar.
Peter Hero, Chef der Firma «Gemeinschaft Silicon Valley», die spendenwillige IT-Firmen berät, zeigte sich angesichts der Spendenbereitschaft von Google begeistert. Er sagte, in der Regel wollten Computerfirmen für Dinge wie Kunst, Bildung, Soziales oder Wissenschaft spenden. «Ich kann mich an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand sagte, er wolle die weltweite Armut bekämpfen.»
Lediglich eines stimmt Hero skeptisch: Google unterstützt mit dem Geld auch Unternehmen, die in der Entwicklungshilfe arbeiten. Das sei offenbar Ausdruck einer gewissen Skepsis gegenüber Hilfsorganisationen, sagte er. Diese sei aber in der Regel unberechtigt. Es gebe zudem auch viele Unternehmen, die ineffizient arbeiteten oder Insolvenz anmelden müssten. (nz)
