netzeitung.deUS-Soldaten stellten Leichen-Fotos ins Internet

 Herausgeber: netzeitung.de

Internet-Café der US-Armee im Irak (NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Internet-Café der US-Armee im Irak
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die US-Armee untersucht neue Vorwürfe gegen US-Soldaten. Sie sollen Bilder von irakischen Leichen ins Internet gestellt haben - um Zugang zu anderen Fotos zu bekommen.

Das Pentagon ermittelt nach eigenen Angaben gegen US-Soldaten, die Bilder von irakischen Leichen ins Internet gestellt haben sollen. Ein Sprecher sagte am Dienstag (Ortszeit), eine islamische Menschenrechtsgruppe habe auf die Seite aufmerksam gemacht.

Die Menschenrechtler hatten an US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld geschrieben und gefordert, die US-Regierung müsse die Menschenrechtsverletzung umgehend untersuchen und die Seite aus dem Netz nehmen.

Die US-Soldaten sollen die Leichen-Fotos eingestellt haben, um im Gegenzug Zugang zu Porno-Bildern auf der Seite zu bekommen. Bei den Fotos handele es sich um Aufnahmen von Leichen und Leichenteilen. Einige Bilder stammten offenbar auch aus Afghanistan.

Grausam entstellt
Der Netzeitung liegen Fotos und Videos der Website vor, auf der mehrere Iraker teilweise grausam entstellt sind. Nach Angaben von Nutzern der Site handelt es sich bei vielen der Opfer um Selbstmordattentäter. Auf einigen Bildern sind jedoch auch US-Soldaten zu sehen, die grinsend über den Opfern für die Fotos posieren.

Rumsfelds Sprecher Bryan Whitman zeigte sich entsetzt. «Augenscheinlich handelt es sich um einen völlig inakzeptablen Vorgang», sagte er. Man sei dabei, die Vorwürfe zu untersuchen. (nz)