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Reporter ohne Grenzen bringt Blogger-Handbuch heraus

23. Sep 2005 13:35
Anonym und unzensiert: Reporter ohne Grenzen hilft Bloggern
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Weblogs sind in vielen Gegenden der Erde die einzige Möglichkeit, unzensierte Informationen zu übermitteln. Um die Blogger zu schützen, hat Reporter ohne Grenzen eine Anleitung veröffentlicht.

«In Ländern, in denen die klassischen Medien zensiert oder unterdrückt werden, sind Blogger oft die einzigen wirklichen Journalisten.» Diese Aussage ist Teil des Umschlagtextes des «Handbuchs für Blogger und Cyber-Dissidenten», das die Organisation «Reporter ohne Grenzen» gerade herausgegeben hat.

Mehr in der Netzeitung:
In Weblogs können Menschen ihre Statements anonym und inhaltliche Einschränkungen absetzen – und das auch in Ländern, die von Regimes beherrscht werden, die versuchen, die freie Meinungsäußerung zu verhindern. Allerdings setzen sich Blogger damit großen Gefahren für Freiheit und - im Extremfall sogar - Leben aus.

Um das Leben der Blogger sicherer zu machen, hat «Reporter ohne Grenzen» jetzt wichtige Tipps zu einem Buch zusammengefasst, das in gedruckter Form und als Download erhältlich ist.

Mehr im Internet:
Den Anfang macht eine Erklärung, wie ein Blog überhaupt aufgesetzt wird, welche formalen Regeln beim Bloggen zu beachten sind und wie man dafür sorgt, dass die eigenen Texte auch wahrgenommen werden. Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich mit Möglichkeiten, seine Identität zu verschleiern – beginnend bei Basics wie dem Hinweis, immer unter Pseudonym zu arbeiten und keine Computer zu benutzen, die dem Blogger über die Ermittlung der IP-Adresse zugeordnet werden können, bis zur Erklärung von Proxy-Servern, die für echte Anonymität sorgen

Andere Kapitel verraten, wie man Internet-Filter umgeht, die viele Regimes verwenden, um den Zugriff auf unliebsame Seiten zu blockieren. Außerdem gibt es eine Art Weltrangliste der Internet-Zensoren: Demnach gewinnt China, auf den Plätzen folgen Vietnam, Tunesien, der Iran, Kuba, Saudi-Arabien und die nach Einschätzung von Reporter ohne Grenzen dümmsten Zensoren: Usbekistan. Der Informationsminister beteuerte noch im Juni, das Internet sei frei, während jedermann sehen kann, dass Websites der Opposition nicht erreichbar sind. Zudem werden Online-Journalisten bedroht und körperlich attackiert. (nz)

 
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