netzeitung.deMastercard will Funk-Chips in Kreditkarten

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Bezahlen ohne Berührung: Mastercard setzt auf Funk-Chips (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bezahlen ohne Berührung: Mastercard setzt auf Funk-Chips
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Integrierte RFID-Chips sollen die Bezahlung per Kreditkarte weiter vereinfachen. Mastercard verspricht sich viel davon - auch im Hinblick auf mögliche Konkurrenten wie etwa Google.

Mit Kreditkarten, in die Funk-Chips integriert sind, will das Kreditkarten-Unternehmen Mastercard neue Kunden gewinnen. Bis zum Jahresende sollen in den USA vier Millionen der neuartigen «No-Touch-Cards» in Umlauf sein, teilte das Unternehmen jetzt mit.

In die Karten sind RFID-Chips integriert, die ein Signal aussenden, das die Karte identifizierbar macht. Dadurch ist es möglich zu bezahlen, indem die Karte einfach an speziellen Lesegeräten vorbeigeschwenkt werden, die sich etwa an Zapfsäulen oder Supermarktkassen anbringen lassen. Als «einfacher zu benutzen als Bargeld» bezeichnete Ruth Anne Marshall, die amerikanische Chefin von Mastercard, das System, von dem man sich mehr Umsatz und Profit erhofft.

Das Unternehmen, das Anfang nächsten Jahres in den USA an die Börse gehen will, arbeitet nach eigenen Angaben auch mit Mobilfunkunternehmen zusammen, um gemeinsam das Bezahlen per Handy in den USA zu etablieren. Dort ist das System noch nicht auf dem Markt, durch die Erfahrungen aus anderen Ländern erhofft man sich jedoch Interesse gerade von jüngeren Konsumenten.

«Komplexe Suchalgorithmen»
Mit der Produktoffensive will sich das zweitgrößte Kreditkarten-Unternehmen der Welt auch für das Hinzukommen neuer Teilnehmer zum angestammten Markt wappnen. Suchmaschinen-Betreiber Google hatte etwa zuletzt mit einem Einstieg in der Markt für Bezahlsystem geliebäugelt. «Natürlich ist ein Unternehmen, das komplexe Suchalgorithmen entwickeln kann, auch in der Lage, ins Geschäft für Bezahlsysteme einzusteigen», so Marshall. «Und Google hat sicher auch das Kapital dafür.»

Allerdings sieht die Mastercard-Präsidentin Vorteile für die alt eingesessenen Unternehmen in Sachen Kundendaten: «Google, Paypal und andere Neulinge haben nicht die in Jahren gesammelten Daten, die es uns erlauben, bestimmten Teilen unserer Kundschaft speziell auf sie zugeschnittene Angebote zu machen.» (nz)