19.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Immer neue Leichenfunde: Louisiana nach dem Hurrikan
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Durch den Einsatz von RFID-Chips wollen die US-Behörden einen besseren Überblick über die Opfer des Hurrikans Katrina bekommen. Paketdienste nutzen die Technik schon lange.
Durch den Einsatz von Funk-Chips versuchen die US-Behörden, einen besseren Überblick über die Opfer des Hurrikans Katrina zu bekommen. Die Katastrophen-Einsatztruppe DMORT (Disaster Mortuary Operational Response Team) setzt den Toten der Naturkastrophe winzige Sender unter die Haut, berichtet «Heise.de».
Per Handscanner werden die Opfer dann für eine Datenbank katalogisiert so wie auch Paketversender arbeiten, wenn es darum geht, einzelne Sendungen auffindbar zu machen. Die als RFID bekannte Technik arbeitet mit winzigen Chips, die individuelle elektronische Signale aussenden, die wiederum von Empfängern aufgenommen werden können.
Im Fall der Hurrikan-Opfer erhalten die Chips eine 16-stellige Identifizierungsnummer. Über die Datenbank wird diese mit Informationen wie etwa Fundort oder Zustand der Leiche verknüpft. Die US-Behörden bedienen sich dabei einer Technik des Unternehmens Verichip, die im vergangenen Jahr die Zulassung der Food and Drug Administration für den Einsatz im menschlichen Körper erhalten hatte.
Vom Einsatz der RFID-Chips erhofft man sich einen besseren Überblick über Zahl und Identität der Opfer. Auch der Bundesstaat Louisiana will der Technik bedienen. (nz)