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Jugendstrafe wegen Hack von Paris Hiltons Handy

15. Sep 2005 10:54
Nicht amüsiert: Paris Hiltons Handy wurde gehackt
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Ein 17-Jähriger stand vor Gericht, weil er die Telefonnummern aus dem Handy von Paris Hilton öffentlich gemacht hatte. «Nemo» Laurence Fishburne rief der Jugendliche gleich selbst an.

Der Teenager, der das Handy von Paris Hilton gehackt und die gespeicherten Telefonnummern via Internet verbreitet hat, ist zu einer Jugendstrafe von elf Monaten verurteilt worden.

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Das berichtet die «Washington Post» und gibt an, der 17-Jährige habe die Tat gegenüber einem Reporter per Mail und Telefon zugegeben. Da der Hacker noch unter das Jugendstrafrecht fällt, gab es von der Justiz keine Bestätigung zu Identität, Tat und Opfer.

Der Jugendliche habe sich in neun Anklagepunkten schuldig erklärt, berichtet die Zeitung. Außer dem Hilton-Hack soll er auch Mails mit Bombendrohungen an verschiedene High Schools verschickt haben. Eine Schule in Florida wurde daraufhin für zwei Tage geschlossen. Auch eine Attacke auf einen Server eines Mobilfunkbetreibers soll der 17-Jährige zu verantworten haben – das Unternehmen hatte ein Handy deaktiviert, das der Jugendliche zuvor illegal freigeschaltet hatte.

«Übergeben Sie endlich das Schiff»

Mehr als hundert Telefonnummern aus Hiltons Sidekick, einer Kombination aus Handy und PDA, waren im Februar im Internet aufgetaucht. Unter anderem die Nummern von Vin Diesel, Eminem, Lindsey Lohan und Christina Aguilera waren so öffentlich geworden.

Das Gericht verfügte außerdem, dass der Angeklagte nach seiner Entlassung aus der Haft zwei Jahre lang weder Computer noch Handy noch irgendein anderes Gerät besitzen darf, mit dem sich ein Internet-Zugang herstellen lässt. Den Zugang zu Hiltons Sidekick hatte der Hacker laut «Washington Post» über einen simplen Trick erlangt: Die Gruppe hatte einen Fehler in der Webpräsenz von T-Mobile USA ausgemacht. Dadurch ließ sich das Password des so genannten Sidekick-Accounts zurücksetzen – allerdings nur, wenn man die entsprechende Telefonnummer kennt.

Die Hacker riefen in einem T-Mobile-Laden an und gaben sich als Mitarbeiter der Firmenzentrale aus. Es gebe Netzwerkprobleme, sagten sie, und ließen sich die nicht öffentlich bekannte Internet-Adresse der T-Mobile-Kundendatenbank geben sowie die nötigen Login- und Password-Informationen. So kamen sie nicht nur an die Nummer von Hilton sondern unter anderem auch an die von Laurence Fishburne, dem Darsteller des Morpheus aus der «Matrix»-Trilogie. Diesen riefen sie allerdings nur an, um zu fordern, dass er endlich «das Schiff übergeben» solle. (nz)

 
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