Mehr als hundert Telefonnummern aus Hiltons Sidekick, einer Kombination aus Handy und PDA, waren im Februar im Internet aufgetaucht. Unter anderem die Nummern von Vin Diesel, Eminem, Lindsey Lohan und Christina Aguilera waren so öffentlich geworden. Das Gericht verfügte außerdem, dass der Angeklagte nach seiner Entlassung aus der Haft zwei Jahre lang weder Computer noch Handy noch irgendein anderes Gerät besitzen darf, mit dem sich ein Internet-Zugang herstellen lässt. Den Zugang zu Hiltons Sidekick hatte der Hacker laut «Washington Post» über einen simplen Trick erlangt: Die Gruppe hatte einen Fehler in der Webpräsenz von T-Mobile USA ausgemacht. Dadurch ließ sich das Password des so genannten Sidekick-Accounts zurücksetzen – allerdings nur, wenn man die entsprechende Telefonnummer kennt.
Die Hacker riefen in einem T-Mobile-Laden an und gaben sich als Mitarbeiter der Firmenzentrale aus. Es gebe Netzwerkprobleme, sagten sie, und ließen sich die nicht öffentlich bekannte Internet-Adresse der T-Mobile-Kundendatenbank geben sowie die nötigen Login- und Password-Informationen. So kamen sie nicht nur an die Nummer von Hilton sondern unter anderem auch an die von Laurence Fishburne, dem Darsteller des Morpheus aus der «Matrix»-Trilogie. Diesen riefen sie allerdings nur an, um zu fordern, dass er endlich «das Schiff übergeben» solle. (nz)