Jugendstrafe wegen Hack von Paris Hiltons Handy
15.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Der Jugendliche habe sich in neun Anklagepunkten schuldig erklärt, berichtet die Zeitung. Außer dem Hilton-Hack soll er auch Mails mit Bombendrohungen an verschiedene High Schools verschickt haben. Eine Schule in Florida wurde daraufhin für zwei Tage geschlossen. Auch eine Attacke auf einen Server eines Mobilfunkbetreibers soll der 17-Jährige zu verantworten haben das Unternehmen hatte ein Handy deaktiviert, das der Jugendliche zuvor illegal freigeschaltet hatte.
Das Gericht verfügte außerdem, dass der Angeklagte nach seiner Entlassung aus der Haft zwei Jahre lang weder Computer noch Handy noch irgendein anderes Gerät besitzen darf, mit dem sich ein Internet-Zugang herstellen lässt. Den Zugang zu Hiltons Sidekick hatte der Hacker laut «Washington Post» über einen simplen Trick erlangt: Die Gruppe hatte einen Fehler in der Webpräsenz von T-Mobile USA ausgemacht. Dadurch ließ sich das Password des so genannten Sidekick-Accounts zurücksetzen allerdings nur, wenn man die entsprechende Telefonnummer kennt.
Die Hacker riefen in einem T-Mobile-Laden an und gaben sich als Mitarbeiter der Firmenzentrale aus. Es gebe Netzwerkprobleme, sagten sie, und ließen sich die nicht öffentlich bekannte Internet-Adresse der T-Mobile-Kundendatenbank geben sowie die nötigen Login- und Password-Informationen. So kamen sie nicht nur an die Nummer von Hilton sondern unter anderem auch an die von Laurence Fishburne, dem Darsteller des Morpheus aus der «Matrix»-Trilogie. Diesen riefen sie allerdings nur an, um zu fordern, dass er endlich «das Schiff übergeben» solle. (nz)

