Im Laufe des Montags beschwerten sich immer mehr Doonesbury-Fans im eigens zum Relaunch eingerichteten Blog auf der Guardian-Homepage ein. «Das war etwas unhöflich», so ein Leser. Und weiter: «Ihr druckt Doonesbury seit über 25 Jahre und dann lasst ihr es verschwinden, ohne dass ihr Bescheid sagt. Was soll denn das?» Die Reaktion des Blattes verschlimmerte die Angelegenheit noch dadurch, dass sie als Begründung für die Einstellung lediglich Platzgründe vorschob. Fortan überhäuften zahlreiche Leser die Zeitung mit Vorschlägen, welche Teile der Zeitung eingestellt werden könnten, damit Doonesbury zurückkehren könne.
Am Montagabend kippte der zuständige Redakteur Ian Katz die Entscheidung. In einem langen Blog-Eintrag erklärte er seine Gründe: «Ich habe mich gefragt, wie viele Leute Doonesbury wirklich lesen. Die große Mehrheit der Leute sagte mir, dass sie es nicht tun», so Katz. Gleichzeitig nahm er die Entscheidung zurück und beugte sich so dem Votum der Leser, von denen manche mit Abwanderung gedroht hatten. Katz: «Ihr hattet Recht und ich Unrecht.» Ab dem nächsten Montag kehrt Doonesbury in den geschrumpften Guardian zurück.