netzeitung.deHandys lösen keine Innenohr-Tumore aus

 Herausgeber: netzeitung.de

Ungefährlich: das Handy (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ungefährlich: das Handy
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach Erkenntnissen des britischen «Institute of Cancer Research» erhöht das Telefonieren per Handy nicht das Risiko, an einem Tumor am Innenohr zu erkranken. Die Experten raten dennoch vom übermäßigen Gebrauch ab.

Die so genannte Akustikgeschwulst - ein Tumor, der sich am Innenohr bildet - wird nicht durch die Strahlung von Handys ausgelöst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der britischen Forschungseinrichtung «Institute of Cancer Research».

In der Studie heißt es, dass sich zumindest in den ersten zehn Jahren der Handynutzung das Risiko, an dieser Krebsart zu erkranken, nicht erhöht. Allerdings ließen sich über eventuelle gesundheitliche Schäden durch jahrzehntelanges Telefonieren per Mobilfunk noch keine Aussagen machen. Bis gesicherte Kenntnisse dazu vorlägen, sei es daher ratsam, nicht übermäßig viel mit dem Handy zu telefonieren.

Die Forscher untersuchten für die Studie 678 Patienten, die an der Akustikgeschwulst leiden, sowie 3.553 gesunde Menschen. Die Probanden kamen aus Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark und Großbritannien - Länder, in denen Mobiltelefone bereits früh sehr verbreitet waren und sich großer Beliebtheit erfreuen.

Für die Studie wurden die Probanden nach ihren Telefoniergewohnheiten befragt. Dabei wurde berücksichtigt, wie oft und wie lange sie mit dem Handy telefonieren und ob sie dabei Headsets benutzen. (nz)