Religiöse Podcasts boomen in den USA
31.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
«Geistliches Multitasking» nennt der Priester das, der seine 800 Seelen große Gemeinde auch per Weblog betreut. «Es ist mir nicht möglich, mich jeden Sonntag mit jedem Gemeindemitglied zu unterhalten. Aber so erreiche ich eine digitale Anhängerschaft. Wir sind orthodox im Glauben, aber unorthodox in dessen Ausübung.»
In den USA arbeiten die christlichen Organisation traditionell sehr stark über die Medien. So gibt es christliche Radiostationen und Fernsehkanäle.
«Da die Menschen in der heutigen Welt sehr beschäftigt sind, sind Podcasts ein Weg, seine Religion nebenbei zu bekommen», zitiert die «New York Times» die Religionswissenschaftlerin Melissa Rogers. Allerdings glaubt sie, dass die meisten Gläubigen die Podcasts als Ergänzung nutzen und nicht als Ersatz etwa für die Heilige Messe. Reverend Batterson will mit seinem Angebot nun die Marke von 10.000 Abonnenten knacken, die sich seine Predigten regelmäßig herunterladen. In zwei Jahren will er soweit sein, sagt er.
Sein Kollege, der niederländische Priester Roderick Vonhoegen, alias «Catholic Insider», fasst die erneuernde Kraft der Godcasts in folgenden Satz zusammen: «Es ist die Verbindung zu einer neuen Generation». (nz)

