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Google wird zur Alles-Suche

22. Aug 2005 15:32
Googles Desktop-Suche
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Google hat eine neue Version seiner Desktop-Suche veröffentlicht. Sie findet nahezu alles – auch Informationen, die der Nutzer gar nicht gesucht hat.

Die Suchmaschine Google konnte auch bislang schon Word-Dokumente und E-Mails durchsuchen. Nun steht die Betaversion der neuen Desktop-Suche im Internet zur Verfügung.

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Alle Funktionen hat Google in einer Sidebar vereint, die sich links oder rechts am Bildschirmrand positionieren lässt. Sie liefert beispielsweise die neuesten Nachrichten aus RSS-Feeds von Internet-Seiten, die man besucht hat – automatisch und ohne, dass man die Informationen angefordert hat.

Fotos vom eigenen Computer werden in einer Slideshow eingeblendet – Google zeigt zunächst aber nur Fotos aus dem Ordner «eigene Bilder» an. Die Untiefen des Computers werden erst auf eigenen Wunsch hin durchsucht. Zu den Fotos des eigenen Rechners lassen sich zugleich Photos aus dem Internet anzeigen.

Mails, Nachrichten und Aktienkurse

Doch Google kann noch mehr: Zugleich werden eingehende Mails des Google-Mail-Accounts angezeigt, dazu Aktienkurse und Nachrichten von Google News. Produktmanager Nikhil Bhatla sagte dazu: «Wir wollen wirklich, dass die Leute sich einfach zurücklehnen und das Web zu sich kommen lassen».

In nächster Zeit werden voraussichtlich noch viele weitere Funktionen hinzukommen, da Google eine offene Schnittstelle für Programmierer im Internet zur Verfügung stellt – die so weitere Tools für die Sidebar programmieren können.

Google Desktop gibt es bisher nur in englischer Sprache. Die Software läuft unter den Betriebssystemen Windows XP, Windows 2000 SP2 und höher.

Herausforderung für AOL, Yahoo und Microsoft

Für die Konkurrenten von Google ist das neue Tool eine echte Herausforderung. Yahoo, AOL und Microsoft versuchen mit ganz ähnlichen Projekten Nutzer an sich zu binden. Bislang durchaus mit Erfolg – 11 Prozent aller Suchanfragen im Internet werden nach Schätzung von Analysten inzwischen über Toolbars ausgeführt.

51 Prozent dieser Toolbar-Suchen entfielen dabei auf Yahoo, den Rest teilen sich Google und Microsoft. (nz)

 
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