18. Aug 2005 15:29
Im Pressezentrum des Weltjugendtages waren diverse Internet-Seiten nicht zu erreichen. Nun wurde ein Filter entfernt, Kritik wiesen die Organisatoren zurück.
Ein Sprecher sagte Donnerstagnachmittag nach heftiger Kritik, es habe sich nicht um Zensur gehandelt. Die installierte Filtersoftware habe nur Seiten mit rassistischem Inhalt, E-Commerce sowie Pornoangebote sperren sollen. Dabei sei die Begrifflichkeit zu eng gefasst worden.Tatsächlich konnten im Pressezentrum etwa Seiten der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexualität und Kirche (www.huk.org) oder die des Lesben- und Schwulenverbands (www.lsvd.de) nicht aufgerufen werden.
Dies hatte zu heftigem Protest geführt. Unter anderen hatte der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) gesagt: «Wir sind doch nicht in China, wo man den freien Zugang zu Informationen im Internet sperrt und kontrolliert.» (nz)