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Tierschützer: Internet gefährdet Tierarten

16. Aug 2005 11:25
Elfenbein bei Ebay
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Im Internet kann man problemlos Elfenbein und Riesenschildkröten ersteigern. Tierschützer warnen, der Online-Handel werde zur Gefahr für viele Arten.

Die Tierschutz-Organisation International Fund for Animal Welfare (Ifaw) hat Regierungen weltweit aufgefordert, verstärkt gegen den Handel mit bedrohten Tierarten im Internet vorzugehen. Nach eigenen Angaben hat der Ifaw in Großbritannien innerhalb einer Woche rund 9000 Angebote von Tieren oder Tierteilen gefunden, deren Einfuhr nach dem internationalen Cites-Abkommen verboten ist.

Mehr in der Netzeitung:
  • Genbank führt zu Elfenbein-Wilderern 28. Sep 2004 10:13
  • Elfenbein-Handel floriert 17. Dez 2003 11:02
  • Artenschutz online 21. Jul 2004 13:03
  • Die britische Ifaw-Chefin Phyllis Campbell-McRae sagte, auf US-Auktionsseiten habe man unter anderem Angebote für einen lebenden Gorilla, einen Sibirischen Tiger und vier Affen gefunden. Außerdem gebe es vielfach Angebote von Elfenbein und anderen Teilen bedrohter Tiere.

    Angebot beim britischen Ebay: Der Panzer einer Riesenschildkröte
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    Der Schwarzmarkt bedrohter Tierarten habe sich inzwischen weitgehend ins Internet verlagert, warnte Campbell-McRae. Dort sei es den Käufern und Verkäufern immer noch problemlos möglich, anonym zu bleiben. «Regierungen und Website-Betreiber müssen umgehend handeln», forderte sie.

    Mehr im Internet:
    Auch beim Zoll in Deutschland sieht man den Handel mit bedrohten Tieren im Internet als Problem. Der Sprecher des Zollkriminalamtes, Leonhard Bierl, sagte der Netzeitung, die Internet-Abteilung des Zolls mit knapp 30 Mitarbeitern beobachte auch solche Fälle. «Es kommt immer wieder vor, dass etwa Elfenbein oder präparierte Tiere angeboten werden.»

    Laut Bierl wird in etwa 90 Prozent der Fälle wegen illegaler Einfuhr von Elfenbein oder Kaviar ermittelt. Bislang sei dem Zollkriminalamt aber noch kein Fall von Handel lebenden Tieren bekannt. «In der Regel geht es um präparierte Tiere oder Teile», sagte er der Netzeitung. In wie vielen Fällen bislang ermittelt wird, konnte er nicht sagen. (nz)

     
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