netzeitung.deGoogle sucht nach Antworten

 Herausgeber: netzeitung.de

Schon vielfach gab es Versuche, Suchmaschinen so zu programmieren, dass sie auf eingetippte Fragesätze Antworten ausgeben. Google geht jetzt einen etwas anderen Weg.

Google hat weitgehend unbemerkt seine Suche ein wenig modifiziert. Google-Techniker Hiyan Alshawi schreibt in seinem Weblog, die Suchmaschine könnte jetzt auch mit so genannten Platzhaltern umgehen.

Google akzeptiert nun also auch Suchanfragen mit «*». Die Intention sei gewesen, so Alshawi, dass Nutzer nun nach Begriffen suchen könnten, die sie nicht benennen könnten. Google liefert also auf Fragen Antworten.

«Wenn Suchmaschinen wirklich intelligent wären, könnte man einfach eine Frage eingeben, wie man auch einen Menschen befragt. Die Alternative war, die Suchmaschine dazu zu bringen, die Leerstelle auszufüllen», so Alshawi in seinem Blog. Statt «Wer erfand den Fallschirm?» müsse man nun eingeben «Der Fallschirm wurde von * erfunden». Google liefert dazu die korrekte Antwort.

Interessante Erkenntnisse
Alshawi schreibt, das System funktioniere nahezu in jeder Sprache. Tatsächlich liefert auch das deutsche Google solche Platzhalter-Ergebnisse, wenn die Sätze in Anführungsstrichen eingegeben werden.

Es liefert teilweise interessante Erkenntnisse: So liefert der Satz «Edmund Stoiber ist * von Bayern» als korrektes Ergebnis den «Ministerpräsidenten». Gibt man jedoch ein, «Stoiber ist * von Bayern» – so wird der CSU-Chef unversehens zum Vize-König, zumindest an erster Stelle der Suchergenisse.

Auch Glaubensfragen kann Google noch nicht beantworten. ««ich finde, * ist das beste Betriebssystem»» führt zu keinem einheitlichen Ergebnis.