08.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Die Regulierungs- behörde des Landes darf jetzt selbst Web-Adressen mit «.iq»-Endung vergeben. Zwei Jahre lang war die irakische Länderkennung de facto außer Betrieb gewesen.
Der Irak erhält wieder die Kontrolle über seine Top-Level-Domain. Seiten aus dem Land tragen die Endung «.iq», so wie deutsche Seiten ein «.de» als Endung der Webadresse tragen. Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) beschloss jetzt, die Zuständigkeit für die Vergabe der Endung in die Hände der Nationalen Irakischen Regulierungsbehörde für Kommunikation und Medien zu legen.
Wie die Fach-Website heise.de berichtet, war die Vergabe ursprünglich im Jahr 1997 an eine texanische Firma vergeben worden. Allerdings verteilte das Unternehmen die Domains nur an wenige Interessenten: Rund 200 Besitzer von Websites mit «.iq»-Domain soll es Anfang 2002 gegeben haben, seit Anfang 2003 sind die Domains nicht mehr zu erreichen.
Für weitere Verwicklungen sorgte eine Durchsuchung der von mehreren Firmen genutzten Räume kurz vor dem 11. September 2001. Dabei wurden mehrere hundert arabische Websites vom Netz genommen, später gab es Verurteilungen wegen Finanzierung terroristischer Vereinigungen sowie wegen Verstoßes gegen die US-Handelsboykotte.
Auch die kasachische Top-Level-Domain «.kz» wurde neu vergeben: Statt einer Einrichtung des Justizministeriums ist nun die Vereinigung von IT-Unternehmen Kasachstans zuständig. (nz)