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Microsoft geht auf Hacker zu

03. Aug 2005 08:12
Microsoft Gründer Bill Gates
Der Softwarekonzern Microsoft will enger mit externen Sicherheitsexperten zusammenarbeiten. Künftig sollen Hacker der Firma alle sechs Monate zeigen, wo Lücken in Windows liegen.

Das Betriebssystem Windows hat immer wieder mit Sicherheitslücken zu kämpfen. Hersteller Microsoft will sich beim Abdichten seiner Software nun fremde Hilfe ins Haus holen: Beim so genannten «Blue Hat Event» sollen Hacker der Firma künftig alle sechs Monate demonstrieren, welche Schwachstellen sie in Windows & Co. entdeckt haben.

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Einblicke

Eine erste solche Veranstaltung wurde bereits im März abgehalten - laut Microsoft war sie ein großer Erfolg. Die externen Sicherheitsexperten hätten einen Einblick in die Arbeit des Softwarekonzerns nehmen können, während Microsoft selbst viel gelernt habe: «Das nützt vor allem unseren Entwicklern», so Stephen Toulouse, ein Programmmanager in Microsofts Sicherheitsabteilung gegenüber dem US-IT-Nachrichtendienst «News.com».

Auf der «Blue Hat» zeigte so ein Hacker, wie er eine ungeschützte Windows-Maschine in ein drahtloses Netz lockte, um sie dann zu knacken. Nachdem sich die erste «Blue Hat»-Session um die Windows-Sicherheit drehte, will man auf weiteren Events auch andere Produkte der Firma untersuchen lassen - beispielsweise Office oder den Online-Dienst MSN. «Wir wollen von den Leuten lernen», so Toulouse, der betonte, man zeige der Hacker-Gemeinschaft damit, dass man an der Sicherheit seiner Produkte arbeite.

Hacker-Partys

Die nächste «Blue Hat»-Veranstaltung soll noch im Herbst stattfinden. Microsoft versucht auch an anderer Stelle, ein positiveres Image in der Hacker-Gemeinde zu erhalten. So schmiss man während der wichtigen Sicherheitskonferenz «Black Hat» in Las Vegas gleich mehrere Partys mit kostenlosen Cocktails und Techno-Musik, wie «News.com» berichtet.

Auch will das Unternehmen Hacker beeinflussen, Sicherheitslücken künftig erst an Microsoft zu melden, bevor sie im Internet veröffentlicht werden. Dies wiederum mögen manche Sicherheitsspezialisten nicht: Sie sind für volle Offenheit.

 
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