netzeitung.deMozilla feiert zweifachen Download-Erfolg

 Herausgeber: netzeitung.de

Firefox (Foto: spreadfirefox.com<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Firefox
Foto: spreadfirefox.com
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Browser Firefox ist inzwischen 75 Millionen Mal aus dem Netz geladen worden. Währenddessen arbeitet Mozilla bereits an weiteren Projekten.

Innerhalb weniger Tage kann die Mozilla Stiftung in dieser Woche zwei große Erfolge feiern. Am Dienstag wurde die 75-millionste Version des Browsers Firefox aus dem Internet herunter geladen. Gleichzeitig nähert sich der Download-Zähler des E-Mail-Programms Thunderbird der Zehn-Millionen-Marke - bis zum Mittwochmorgen hatten 9,96 Millionen Nutzer das kostenlose E-Mail-Programm aus dem Netz geholt.

Die Download-Zahlen lassen allerdings nur bedingt Rückschluss darauf zu, wie viele Menschen die Open-Source-Programme tatsächlich nutzen. Zum einen wird bei Firefox jeder Download gezählt – Mehrfach-Installationen verfälschen deshalb das Ergebnis. Andererseits wurde Firefox auch vielfach über Firmenserver und per CD verbreitet, also nicht über die Website der Mozilla-Stiftung.
Viermal mehr Mitarbeiter
Mozilla will mit Nachdruck an der Weiterentwicklung der Projekte arbeiten. Seit Jahresbeginn wurde die Anzahl der Mitarbeiter auf 40 nahezu vervierfacht, die die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Programmierer koordinieren.

Mozilla-Manager Chris Hofmann sagte deshalb am Dienstag, viel wichtiger als die Download-Zahlen sei der umfassende Erfolg von Firefox und Thunderbird. Es gebe viel Interesse von Firmen an den Projekten und mehrere große Organisationen, die sich an der Entwicklung beteiligen wollten.

Neues Projekt
Unterdessen arbeitet Mozilla bereits am nächsten Projekt. Der Browser Minimo soll in Kürze für mobile Geräte wie PDA und Smartphones auf den Markt kommen. Am Montag wurde eine neue Testversion für Entwickler veröffentlicht.

Sie trägt allerdings noch die bescheidene Versionsnummer 0.007, beherrscht aber schon die «Tabs», die zum großen Erfolg von Firefox beigetragen haben. Zudem sollen sich damit auch technisch komplexe Websites wie «Google Maps» anzeigen lassen. Ende des Jahres soll eine erste Beta-Version erscheinen.