26.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Vom Podcast zum «Porncast»
Radioshows mit sexuell orientierten Inhalten entwickeln sich in den USA zum Renner für den Ipod. Bisher unterliegen die «Porncasts» nur wenigen Beschränkungen.
Rund 6.000 Podcasts finden im Angebot von itunes.com – aber nicht alle davon sind jugendfrei. Von «Porncasts» spricht in diesem Zusammenhang das «Wall Street Journal» und meint damit Radioshows mit eindeutigen Inhalten, die man sich für seinen Ipod aus dem Internet herunterladen kann. Produziert werden die Sendungen von Laien, erhältlich sind sie kostenlos.
So steht mit «Open Source Sex» ein «Porncast» auf Position 21 der beliebtesten Download-Shows. Moderiert wird die Sendung von einer gewissen Violet Blue, die auch mehrere Bücher zum Thema veröffentlicht hat. Der «MXL Podcast» beantwortet sogar Hörerfragen zur intimen Zwischenmenschlichkeit, die die Nutzer des Angebots per Mail einschicken können.
Der Vorteil der «Porncaster» ist es dabei, dass ihre Shows nicht der Kontrolle der Federal Communication Commission FCC unterliegen, die in den bekannt prüden USA konventionelle Radioformate überwacht. Auch Apple übt keine Zensur aus – eine Firmensprecherin sagte zu den sexuell orientierten Shows nur, man bemühe sich, so viele Sendungen wie möglich auf ihren Inhalt zu prüfen. Auch Hörer könnten entsprechende Angebote selbst kennzeichnen.
Einzige Regel für die «Porncasts» ist es nämlich zurzeit, dass sie mit dem Begriff «explicit» versehen sein müssen. Altersprüfungen vor dem Download gibt es nicht. (nz)