Sex-Industrie hofft auf Google
25.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Einige Betreiber experimentieren derzeit mit Micropayment-Systemen wie Firstgate, andere arbeiten mit einer Bezahlung der Angebote via Handy. Ein Bezahlsystem mit der Vertrauenswürdigkeit von Paypal fehlt der Porno-Branche derzeit aber noch. «Ich vermute, dass bisher noch niemand begriffen hat, wie profitabel solch ein Unternehmen sein könnte», zitiert «Wired» Kevin Blatt, den Sprecher des Sex-Seitenverbunds mobbucks.com und regt gleich einen Namen für den Service an: Pornpal.
Sam Sugar, der sich in seinem Weblog mit der Porno-Industrie beschäftigt, schrieb einen offenen Brief an Google, in dem er dem Unternehmen rät, sich das finanzielle Potential vor Augen zu führen, das es hätte, den geplanten Bezahlservice auch für Sex-Seiten anzubieten.
Man plane nicht, eine Art zweites Paypal anzubieten, so Schmidt weiter. Außerdem gilt das Verhältnis zwischen Suchmaschinenbetreiber und Sex-Sites als angespannt vor allem, weil viele Seitenbetreiber versuchen, Google zu manipulieren, um mehr Werbung für ihre Angebote zu bekommen. Den von «Wired» angeregten Namen Pornpal wird der neue Service mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht tragen: Paypal würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gegen die Bezeichnung klagen. (nz)

