netzeitung.deNetzbetreiber: Nach Anschlägen nur SMS senden

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SMS - oft teurer als ein Telefonat (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe SMS - oft teurer als ein Telefonat
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Handynetze waren nach den Anschlägen in London nicht so stark belastet wie zwei Wochen zuvor. Technisch wäre in solchen Fällen auch möglich, Feuerwehr und Rettungskräfte zu bevorzugen.

Netzbetreiber Vodafone hat die Londoner Bürger am Donnerstag dazu aufgerufen, nach Anschlägen besser nicht zu telefonieren. Eine Sprecherin sagte, Handy-Besitzer sollten unnötige Telefongespräche zu vermeiden und stattdessen besser SMS schicken.

Vor zwei Wochen waren die Netze in London teilweise überlastet gewesen. Bei der zweiten Anschlagsserie am gestrigen Donnerstag war dies jedoch nur noch kurzzeitig der Fall. Mittlerweile habe sich die Lage wieder normalisiert, hieß es bei Orange, Vodafone und O2.

Vodafone gab gegenüber dem britischen Rundfunksender BBC an, nach den Explosionen seien signifikant mehr Gespräche geführt worden als üblicherweise. Dies habe aber diesmal kein Problem dargestellt.

Keine Vorfahrt nötig
Es habe auch keine Anfragen von Feuerwehr, Polizei oder Rettungskräften gegeben, ihren Handys bei Verbindungen zu bevorzugen. So eine Sprecherin. Technisch gesehen ist das möglich.

Nach den Bombenanschlägen in der Londoner Innenstadt vor zwei Wochen hatte auch der europäische E-Mail-Verkehr stark zugenommen. Weil viele versuchten, auf diesem Weg Kontakt nach London zu bekommen, waren nach Angaben von Experten unmittelbar nach den Anschlägen pro Stunde etwa eine Millionen Mails verschickt worden – doppelt so viele wie üblich. (nz)