19.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
San Francisco in der Abbildung von Googles Maps
Foto: maps.google.com
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Google, Yahoo und Microsoft arbeiten an neuen Diensten, die die Erde breit im Internet abbilden. Das Ziel: Die Firmen wollen gutes Geld mit ortsbezogener Werbung verdienen.
Neuartige Kartendienste im Web werden von großen Internet-Unternehmen wie Google, Yahoo und Microsoft zunehmend als Umsatzbringer gesehen. Wie die «New York Times» berichtet, erhoffen sich die Firmen eine zunehmende Vernetzung von Kartendaten und kommerziellen Informationen. In diesem Bereich ließen sich dann attraktive Werbeumfelder schaffen.
Den Anfang im neuen Markt der Internet-Kartografie machte die Suchmaschine Google - sie gab ihren «Maps»-Dienst inzwischen auch für Entwickler frei, die eigene Ortsangaben integrieren wollen. So werden neuartige Kombinationsdienste möglich, die beispielsweise alle freien Appartments einer Stadt aus einer Web-Immobiliendatenbank auslesen, um sie dann mittels «Google Maps» darzustellen.
Künstliche ErdeMicrosoft bereitet mit «Virtual Earth» gar die Erschaffung einer künstlichen Erde vor, die mit besonders vielen Satellitenbildern illustriert wird. Die Schnittstelle zu der Software soll dann an andere Unternehmen verkauft werden. Satellitenbilder bietet Google bei seinem «Maps»-Dienst ebenfalls - und hat mit «Google Earth» inzwischen auch eine spezielle Anzeigesoftware für Windows-Rechner entwickelt, die mehr Daten umfasst.
Auch Yahoos Kartendienst lässt sich inzwischen von Programmierern verwenden und erweitern, allerdings setzt das Unternehmen bislang nicht auf Satellitenbilder. Geld verdienen wollen alle drei Anbieter mit ortsbezogener Werbung: Sucht ein Benutzer beispielsweise nach Restaurants in einer bestimmten Gegend, ließen sich entsprechende Anzeigen einblenden. Bis dahin müssen die Anbieter aber noch einiges an Aufbauarbeit leisten - so konzentrieren sich die Kartendienste bislang vor allem auf die USA.