08.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Das Ausmaß illegaler Musikdownload-Angebote sei für die Komponisten nicht mehr tragbar, findet die Gema. Deshalb hat sie mehr als 40 Provider aufgefordert, den Zugang zu den Download-Portalen zu sperren.
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte Gema hat unter Androhung rechtlicher Schritte 42 Zugangs-Provider aufgefordert, den Zugang zu Download-Portalen wie «eselfilme», «saugstube», «goldesel», «audio-esel» und «power-portal» zu sperren.
«Allein die fünf illegalen Download-Portale bieten über eine halbe Million nicht lizenzierter Musikwerke an. Diese Dimension der illegalen Angebote im Internet ist für die Komponisten und Textdichter nicht mehr tragbar», begründete der Gema-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Reinhold Kreile diesen Schritt.
Die Sperrung solle außerdem verhindern, dass Endkunden der Provider an Urheberrechtsverstößen beteiligt sind und sich dadurch selbst strafbar machen. Die Betreiber der rechtswidrigen Download-Portale lassen sich laut Gema kaum haftbar machen, da sie über Briefkastenfirmen in Übersee und Domainanmeldungen meist auf Inselstaaten agieren.
Die deutsche Musikautorengesellschaft Gema nimmt die urheberrechlichen Nutzungsrechte von Komponisten, Textdichtern und Musikverlegern wahr. (nz)