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Raubkopien in Googles Video-Dienst

01. Jul 2005 15:21, ergänzt 16:36
Google Video
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Googles neuer Video-Dienst ermöglicht es Nutzern, Filme ins Netz zu stellen. Überprüft wurden diese offenbar nicht: Die Suchmaschine musste nun Raubkopien wie «Matrix Reloaded» entfernen.

Wie das «Wall Street Journal» am Freitag meldete, musste die Suchmaschine Google mehrere illegale Filmkopien aus ihrem neuen Filmdienst «Google Video» löschen. Zu den urheberrechtlich geschützten Streifen, die sich über den Google-Dienst noch in dieser Woche ansehen ließen, gehörten «The Matrix Reloaded» sowie «Scarface». Außerdem fanden sich TV-Episoden der «Simpsons» und der Serie «Family Guy». Google selbst wurde über die Raubkopien von Usern informiert.

Abspielen per Web

Mehr in der Netzeitung:
Google hatte es seinen Nutzern im Frühjahr erstmals erlaubt, eigene Filme auf die Server der Suchmaschine hochzuladen - hierzu wurde ein kostenloses Programm zur Verfügung gestellt. «Google Video» sollte wiederum das Abspielen sowie das Durchsuchen der Filmbestände über eine einfache Web-Schnittstelle möglich machen.

Verdienen wollte Google mit Werbung in dem Dienst. Außerdem sollte es Inhalteanbietern demnächst erlaubt werden, Gebühren für das Ansehen der Filme zu erheben. All dies setzte jeweils voraus, dass der Hochladende auch im Besitz der Urheberrechte für das Filmmaterial war - so steht es auch in Googles Bedingungen, an die sich einige User offenbar nicht hielten.

Kontrolle versagt

Mehr im Internet:
Suchen und Abspielen von Filmen in «Google Video» ist seit dieser Woche erstmals möglich. Zu diesem Zeitpunkt war auch erstmals zu erkennen, dass illegale Filmkopien bei dem Dienst gelandet waren. Eine Google-Sprecherin sagte, man nehme das Urheberrecht sehr ernst. Man wolle sich nun näher damit beschäftigen, wie die Filmkopien in den Dienst gelangt sein könnten. Google behält sich vor, in den Dienst eingestelltes Material zu überprüfen. Offenbar ist diese Kontrolle allerdings nicht sehr strikt, wie Beobachter meinten.

Die Suchmaschine versucht derzeit, Inhaltepartnerschaften mit Medienkonzernen zu knüpfen, um relevante Inhalte in «Google Video» einstellen zu können. Die aufgefundenen Raubkopien dürften dieses Vorhaben nicht leichter machen, schreibt das «Wall Street Journal».

 
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