01.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
John Malkovich
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Hollywood-Star John Malkovich und TV-Kommissarin Sabine Postel waren zwei der Preis-Paten bei der Verleihung des Grimme Online Award. Über das Internet haben sie sehr unterschiedliche Ansichten.
Hollywood-Schauspieler John Malkovich kann sich ein Leben ohne Internet gar nicht mehr vorstellen. «Was ich mag, sind professionelle Medien-Seiten», sagte der 51-Jährige am Rande der Verleihung des Grimme Online Award am Donnerstag in Bensberg bei Köln.
Seinen eigenen Namen habe er allerdings noch nie in eine Suchmaschine eingegeben, fügte Malkovich hinzu, der bei der Preisverleihung den Intel-Publikums-Preis an das Web-Lexikon «Wikipedia» überreichte.
Sabine Postel hingegen ist, was das Internet betrifft, nach eigenen Worten noch in der «Learning by doing-Phase». Als Preis-Patin übergab die Schauspielerin, die in der Rolle der Bremer Tatort-Kommissarin Inga Lürsen bekant wurde, die begehrte Trophäe des Grimme-Instituts in der Kategorie «Wissen und Bildung» an die ZDF-Internetseite «Holocaust-Mahnmal - Gedächtnis aus Stein».
«Mein Sohn war ganz erstaunt und fand es peinlich, dass ich als Internet-Neuling dafür ausgewählt wurde», sagte Postel. Es gebe im Internet eine Menge nützlicher Dinge. «Ich sehe aber auch Gefahren und bin irritiert, was man da manchmal so sieht, wie etwa pornografische Bilder», so die 51-Jährige. Umso besser sei eine solche Auszeichnung wie der Grimme Online Award, meinte die in Köln lebende Schauspielerin. «Das gibt vielleicht auch Anreize».
Der Grimme Online Award ist das Pendant zum bekannten Fernsehpreis des Instituts. Ursprünglich hatte Hollywood-Star Dustin Hoffman den Intel-Publikumspreis überreichen sollen. Doch aufgrund einer plötzlichen Erkrankung musste er kurzfristig absagen. Für ihn sprang Malkovich ein. (nz)