netzeitung.deCyber-Spione attackieren britische Regierung

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Mails mit Schadpotential: In den Anhängen können sich Trojaner verbergen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mails mit Schadpotential: In den Anhängen können sich Trojaner verbergen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Behörden und Regierungsstellen werden vermehrt mit Schnüffelprogrammen angegriffen. Die britische Sicherheitsbehörde gab jetzt eine Warnung heraus.

Britische Regierungsstellen werden zunehmend mit Mails attackiert, die so genannte «Trojanische Pferde» in sich tragen – Programme, die dazu erstellt wurden, heimlich Daten zu sammeln und an Dritte zu übermitteln.

Wie die US-Website «Government Computer News» berichtet, hat das britische Infrastruktur-Sicherheits-Koordinationscenter in diesem Monat eine Mitteilung herausgegeben, in der vor der Gefahr aus dem Postfach gewarnt wird. «Diese elektronischen Attacken finden schon seit einiger Zeit statt», heißt es in der Warnung, «sie haben in letzter Zeit aber an Raffinesse zugenommen.»

Auf Informationen mit politischen oder wirtschaftlichen Wert haben es die unbekannten Initiatoren offenbar abgesehen. Die Betreffzeilen in den Mails, so die Beobachtung, verweisen oft auf angefügte Artikel, die für den Adressaten der Botschaft von Wert sein könnten – in der Regel Texte aus öffentlich zugänglichen Quellen.

Dabei sind die Versender der Mails sehr schnell: Fälle wurden beobachtet, in denen nur zwei Stunden vergingen zwischen der Veröffentlichung eines Fachartikels und seiner Versendung in einer mit den Schnüffelprogrammen infizierten Version.

Die Website securityfocus.com berichtet auch von Attacken auf Regierungsstellen anderer Länder. Unter anderem die USA sollen danach ebenfalls betroffen sein.