Hacker warnen vor unsicheren Bluetooth-Handys
24.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Mit Hilfe kleiner Programme ist es ganz einfach möglich, Adressbücher von Handys zu stehlen oder Telefonate auf Kosten anderer zu führen. Auf dem LinuxTag in Karlsruhe warnten Hacker erneut, Bluetooth-Geräte seien nach wie vor unsicher.
Trotzdem haben Hacker in den vergangenen Monaten mit Attacken wie BlueSnarf, BlueBug oder BlueBump immer wieder für Aufsehen gesorgt. Zuletzt hatte ein Experte im Berliner Regierungsbezirk gleich mehrere Adressbücher von Handys gehackt, die wahrscheinlich Bodyguards gehörten. Darin fand er Durchwahlnummern von Polizei, Bundesgrenzschutz, Kanzleramt und Verfassungsschutz. «Nach wie vor aber ist das Bewusstsein für die Sicherheitslücken bei Anwendern und Entwicklern kaum vorhanden», sagt Holtmann.
Zugleich gab der Hacker Entwarnung. Seit den Hacker-Angriffen im vergangenen Jahr hätten die Hersteller eine Reihe von Lücken geschlossen. Zudem lasse sich jede Methode nur auf bestimmten Geräten nutzen, neue Handys seien weit seltener anfällig.
Die Sicherheit variiere aber von Hersteller zu Hersteller. «Oft geht auch die Usability vor Sicherheit», sagt er. Die Wirtschaft werde aber zunehmend sensibler für das Thema. Sein Tipp für Bluetooth-Geräte-Nutzer: Am sichersten sind die Geräte, wenn sie «unsichtbar» geschaltet sind. «Dann wird es sehr schwieirig, ein Gerät anzugreifen», sagt Holtmann. (nz)

