23.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
John Kennedy, Vorsitzender der IFPI
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Wachstum der Musikpiraterie hat sich 2004 zwar verlangsamt. Doch damit will sich der internationale Dachverband der Musikindustrie nicht zufrieden geben.
Musikpiraten müssen in einer zunehmenden Zahl von Ländern mit Widerstand von Regierung und Polizei rechnen. Dadurch ist das Wachstum dieses illegalen Geschäfts mittlerweile so schwach wie seit fünf Jahren nicht mehr.
Dennoch ist die Tendenz immer noch steigend: Jede dritte CD war 2004 eine Raubkopie. Das geht aus dem Jahresbericht des Internationalen Dachverbands der Musikindustrie (IFPI) hervor, der am Donnerstag in London und Madrid vorgestellt wurde.
In Spanien weit verbreitetMadrid wurde gewählt, weil die Musikpiraterie den Angaben zufolge in keinem anderen Land Europas so verbreitet ist wie in Spanien. «Spanien war einmal ein blühender legaler Musikmarkt, bekannt für die Qualität seiner Künstler und den Erfolg seiner Musikindustrie», sagte der IFPI-Vorsitzende John Kennedy. «Heute steht Spanien für das schlimmste Piraterieproblem in Europa.»
Andere Länder, in denen die Regierungen dringend handeln müssten, seien Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Pakistan und Russland. (nz)