Wikipedia setzt auf Open-Source-Gemeinde
Die Online-Enzykloädie Wikipedia will ihre freien Inhalte besser mit freier Software verbinden. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales stellte dazu am Donnerstag auf dem LinuxTag in Karlsruhe eine Schnittstelle vor, mit der Linux-Programmierer alle Wikipedia-Inhalte beliebig für das alternative Betriebssystem weiterverwenden können.
Für Linux-Entwickler wird es so möglich, das Betriebssystem künftig samt Enzyklopädie auszuliefern. Microsoft könnte so unter Druck geraten, die eigene Enzyklopädie «Encarta» billiger anzubieten. Wales aber hofft vor allem, die Wikipedia-Gemeinde mit der neuen Schnittstelle vergrößern zu können.
Möglich wäre mit Hilfe der neuen Linux-Schnittstelle auch, andere Wiki-Projekte wie «Wiki News» und das «Wiktionary» einzubinden. So besitzt etwa der Linux-Mediaplayer «amaroK» schon jetzt eine Schnittstelle zur Wikipedia. Beim Abspielen von MP3s werden gleichzeitig, wenn vorhanden, die Wikipedia-Artikel zu Album, Künstler und Titel angezeigt.

