netzeitung.deSozialversicherungsträger gaben FBI Daten

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Fahndungsfoto FBI (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Fahndungsfoto FBI
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das FBI soll bei seinen Ermittlungen zu den Anschlägen vom 11. September auf vertrauliche Daten der Sozialversicherungs-Träger zurückgegriffen haben. Nicht nur Datenschützer sind empört.

Die amerikanischen Sozialversicherungsträger haben seit dem 11. September 2001 vertrauliche Daten von Tausenden von Bürgern an die US-amerikanische Bundespolizei FBI weitergeleitet, um deren Ermittlungen zu den Terroranschlägen zu unterstützen. Das berichtet die Online-Ausgabe der «International Herald Tribune».

Eigentlich halten die Behörden ihre Daten unter Verschluss. Doch nur einen Tag nach den Anschlägen vom 11. September hätten sie sie der Bundespolizei zur Verfügung gestellt, die nach Hinweisen auf die Flugzeugentführer, mögliche weitere Terroristen sowie die Opfer der Angriffe gesucht hätten. Dies belegten Behörden-Akten, die der Zeitung «New York Times» vorlägen, heißt es in dem Bericht weiter.

Auch im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu dem so genannten Heckenschützen, der 2002 in der Nähe der Hauptstadt Washington zehn Menschen erschoss und drei weitere verletzte, sollen vertrauliche Daten an das FBI weitergegeben worden sein.

Datenschützer und Kongress-Abgeordnete zeigten sich irritiert über das Vorgehen der Behörden. Die demokratische Abgeordnete Carolyn Maloney sagte, der Kongress sei darüber nicht informiert worden. (nz)