22. Jun 2005 15:02
Selbst Freisprech-Anlagen in Autos mindern das Risiko kaum, beim Telefonieren einen Unfall zu verursachen. Warum das so ist, haben jetzt US-Forscher herausgefunden.
In der Studie wurde Testpersonen im Alter von 19 bis 35 Jahren ein Display gezeigt, während sie gleichzeitig über einen Kopfhörer Stimmen hörten. Auf dem Display mussten sie bestimmte Zahlen suchen, während die Stimmen ebenfalls Zahlen nannten. Das Ergebnis: Wenn sich die Probanden auf die visuellen Aufgaben konzentrierten, nahm die Aktivität in den fürs Hören zuständigen Gehirnteilen ab und umgekehrt.Die Wissenschaftler werteten das Ergebnis als Beweis dafür, dass Telefonieren beim Autofahren gefährlich sei. Denn wenn die Aufmerksamkeit des Fahrers auf Höreindrücke gelenkt werde, könne er weniger visuelle Eindrücke wahrnehmen und verarbeiten. Außerdem erkläre es, weshalb selbst Freisprecheinrichtungen das Unfallrisiko kaum minderten. (nz)