Mauritius will erster WLAN-Staat werden
Bis jetzt wurden nach Angaben von ADB etwa 60 Prozent der Fläche und 70 Prozent der Einwohner mit drahtlosen Wimax-Internet-Zugängen versorgt, bis Ende des Jahres sollen es 90 Prozent sein. Jede Ecke der Insel auszustatten, werde etwas länger dauern, sagt Rahim. «Schließlich haben wir so viele Zuckerrohrfelder», sagte er der «Chicago Tribune».
Das Wimax-Projekt ist Teil eines Regierungsprogramms zur Förderung der IT-Industrie auf Mauritius. Vor drei Jahren wurde ein Übersee-Kabel gelegt, seitdem ist die Insel gut an das weltweite Netz angeschlossen. Die drahtlose Internet-Versorgung sei technisch das einzig sinnvolle gewesen, sagt Rahim - weil Kabel für Breitband-Internet auf der bergigen Insel zu teuer gewesen wären.
Die Regierung versucht, die Bevölkerung umzuschulen und am Computer fit zu machen. 37.000 Menschen haben bereits eine Fortbildung besucht, viele von ihnen haben zuvor noch nie an einem Computer gearbeitet.
Die Wirtschaft allerdings moniert, die staatlichen Behörden seien bei der Erteilung von Genehmigungen zu langsam. Zudem sei die Mauritius Telecom der einzige Telefonanbieter des Landes nach wie vor mehrheitlich in staatlicher Hand. ADB-Chef Rahim warnt: «Mauritius muss sich beeilen, sonst wird die Cyberstaat-Idee schnell von einem anderen Land aufgegriffen.» (nz)

