16.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Angriff per Mail: Der Wurm Bagle
Foto: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Seit Beginn des Jahres sind hunderte britische Firmen mit Hilfe von Trojanern ausspioniert worden. Die Regierung warnt, die Angreifer aus Fernost seien gut organisiert.
Die britische Regierungsbehörde NISCC hat vor zielgerichteten E-Mail-Attacken auf britische Unternehmen und Regierungsbehörden gewarnt. Seit Anfang des Jahres hätten Hacker versucht, mit Hilfe so genannter Trojaner in mehrere hundert Netzwerke einzudringen, heißt es in einer Mitteilung an mehr als 1000 Einrichtungen, die der so genannten «kritischen Infrastruktur» zugerechnet werden.
Die Hacker hätten versucht, Spionageprogramme per E-Mail oder über Lücken von Browsern einzuschleusen. Sie hätten mehrfach Mails verschickt, die seriös gehalten waren und nur schwer als gefährlich zu erkennen gewesen seien.
Aufgrund der IP-Adressen geht die NISCC davon aus, dass die Angreifer aus Fernost stammen. Sie hätten versucht, an vertrauliche Wirtschaftsdaten und Industrieinformationen zu gelangen. Aufgrund des Ausmaßes der Bedrohung habe man sich entschlossen, mit der Warnung auch an die Öffentlichkeit zu gehen.
Weitere Länder betroffenWeitere Länder sind ebenfalls betroffen, darunter europäische Staaten und die USA. Welche Informationen bislang gestohlen wurden, ist unklar. Es handele sich um eine gut organisierte Gruppe, sagte ein Regierungssprecher der britischen BBC.
In der Warnung heißt es, Anti-Viren-Software und Firewall-Programme böten keinen ausreichenden Schutz gegen die Angreifer. Alle Firmen wurden aufgefordert, ihre Netzwerke und den Datenverkehr genau zu beobachten. Mitarbeiter sollten Anhänge von E-Mails nur öffnen, wenn sie den Absender kennen. (nz)