16. Jun 2005 10:35
Das Ziel ist ehrgeizig: Jedes indische Dorf mit mehr als 5000 Einwohnern soll ein Internet-Café bekommen. Ein Firmen-Konsortium will versuchen, die digitale Kluft zu überwinden.
Subventioniert wird das Vorhaben der indischen ICICI-Bank, dem Internet-Provider Comat und der Computer-Firma Wyse von der indischen Regierung. Auch die Weltbank will das Projekt unterstützen, berät das Konsortium zunächst aber nur.Die Firmen planen zunächst, in 20 Dörfern im Bundesstaat Karnataka jeweils einen Internet-Kiosk zu eröffnen. In jedem sollen fünf bis zehn so genannte «Thin clients», Billig-Computer mit geringem Leistungsumfang, stehen. Die Internet-Anbindung soll über die Telefon-Leitung, in weiter entfernten Regionen per Satellit erfolgen. Am Ende sollen in Karnataka, wo knapp 53 Millionen Menschen leben, etwa 5000 Dörfer einen Internet-Kiosk haben.
Geplant sei auch, in den Dörfern Computer-Schulungen durchzuführen. Man ziehe daraus die Konsequenz aus einigen früheren Pilotprojekten mit Computern in Indien, hieß es.
Wie viel das Konsortium investieren will, wurde zunächst nicht bekannt. (nz)