netzeitung.deGoogle entfernt Anti-Clinton-Anzeigen

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Ex-Präsident Bill Clinton (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ex-Präsident Bill Clinton
Foto: dpa
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In den USA hat die Suchmaschine die Werbekampagne für ein Clinton-kritisches Buch aus dem Netz genommen. Google-Chef Eric Schmidt gilt als Anhänger der Demokraten.

Die Suchmaschine Google hat in den USA eine bereits bestätigte Werbekampagne für ein Buch entfernt, das sich kritisch mit Bill und Hillary Clinton auseinandersetzt. «Their Lives: The Women targeted by the Clinton Machine» zeichnet die Schicksale von acht Frauen nach, mit denen der Ex-Präsident Beziehungen oder Affären gehabt haben soll und wirft dabei kein gutes Licht auf das Ex-Präsidenten-Paar.

Google rechtfertigte den Bann damit, dass die Bestimmungen Werbung verbiete, die sich gegen einzelne Personen richtet – allerdings wurden Anzeigen mit Überschriften wie «Hate Bush? So Do We» oder «George W. Bush Fart Doll» nicht entfernt.

Autorin Candice E. Jackson und ihr Verlag vermuten einen politischen Hintergrund hinter dem Anzeigenbann und sprechen von Zensur: Googles CEO Eric Schmidt hatte im vergangenen Jahr den Wahlkampf des Demokraten John Kerry öffentlich unterstützt und für die Senatorin Hillary Clinton gespendet. Jackson sieht einen Zusammenhang zu den Ambitionen Clintons, im Jahr 2008 für die amerikanische Präsidentschaft zu kandidieren.

In der Verkaufsliste des Online-Buchhändlers amazon.com stürzte das Buch am Tag nach der Entfernung der Banner um mehrere tausend Plätze ab. Auch andere konservative Organisationen hatten sich in der letzten Zeit über die Anzeigenpraxis beschwert: Die Gruppe Rightmarch.com beklagte, dass Google Anzeigen abgelehnt hatte, die auf die Anführerin der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi zielten, während Attacken gegen den Republikaner Tom DeLay auf die Seite gehoben wurden.

Hillary Clinton wiederum muss sich derzeit noch mit einem anderen Buch auseinandersetzen, das wenig schmeichelhaft mit ihr umgeht: «The Truth about Hillary» des Kennedy-Biographen Edward Klein unterstellt ihr unter anderem «lesbische Sichtweisen» und berichtet von einer angeblichen Vergewaltigung Hillarys durch ihren Ehemann. (nz)