netzeitung.deHacker suchte nach Beweisen für Außerirdische

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Gary McKinnon nach seiner Verhaftung (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gary McKinnon nach seiner Verhaftung
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Dem meistgesuchten Hacker der USA drohen bis zu 70 Jahre Haft. Seine Anwältin will die Auslieferung aus Großbritannien noch verhindern.

Gary McKinnon, der mindestens 97 Mal in US-Regierungscomputer eingedrungen ist, hat dort nach Beweisen für die Existenz von Außerirdischen gesucht. McKinnon wartet derzeit in Londoner Untersuchungshaft auf die Entscheidung, ob er in die USA abgeschoben wird.

Seine Anwältin sagt, ihr Mandant sei davon ausgegangen, dass die US-Regierung Beweise über die Existenz von Außerirdischen habe und diese auf ihren Computern verstecke. Außerdem sei er Pazifist und habe darlegen wollen, wie unsicher die Sicherheitssysteme der amerikanischen Armee sind.

McKinnon wird von den USA 20 verschiedener Verbrechen beschuldigt. Unter anderem änderte er auf den Netzwerk-Rechnern wichtige Systemdateien und löschte mehrere tausend Nutzer-Accounts. Der dadurch angerichtete Schaden beläuft sich laut Anklage auf mindestens 700.000 Dollar.

Arbeitsloser Hacker
Die USA haben deshalb seine Auslieferung beantragt, ihm drohen dort bis zu 70 Jahre Haft.

Der Hacker selbst ist arbeitslos und wohnte bis zu seiner Verhaftung im Norden Londons. Er hat gegen seine Auslieferung Einspruch eingelegt. Eine Entscheidung wollen die Richter am 27. Juli fällen. (nz)