07. Jun 2005 16:20
Mehrere US-Unternehmen wollen einen «Einfach-Computer» bauen und an Kinder in Entwicklungsländern verteilen. Was jedoch fehlt sind Internetanschlüsse und Strom.
Die Fertigung von zunächst sechs Millionen Rechnern soll dem Bericht zufolge im Jahr 2006 in China beginnen. Erste Bestellungen würden «in nächster Zeit» von den Bildungsministerien Chinas, Brasiliens und anderer Dritt-Welt-Staaten erwartet. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen zu dem Projekt: Andy Carvin, Direktor des Digital Divide Networks, wies auf wired.com darauf hin, dass für die Laptop-Aktion neben den Geräten auch Training und technische Unterstützung benötigt würden. Das Problem fehlender Internet-Zugänge will die Initiative laut eigenen Angaben durch zentrale Server lösen, an denen die Laptops mit Inhalten geladen werden könnten. Auch die Verteilung von CD-Roms sei denkbar.
An einem Punkt könnte die Initiative jedoch scheitern: mehr als zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität. Das würde vor allem die Nutzung von Computern in der Dritten Welt erheblich einschränken. (nz)