Die Beamten setzten sich nun laut Protokoll dafür ein, den nötigen technischen Beitrag für ein Software-Patent im Gesetz nicht näher zu definieren – womit Trivialpatente möglich würden. So könnte beispielsweise bereits die Lautstärke-Skala auf dem Fernsehbildschirm patentiert werden.Auch einer Änderung des Begriffs der «computerimplementierten Erfindungen» in das vom EU-Parlament bevorzugte «computergestützt» mochten die deutschen Ministerialbeamten nicht zustimmen, berichtet Heise.
Heftige Kritik muss sich die Mehrzahl der Regierungsvertreter nun von FFII-Präsident Hartmut Pilch gefallen lassen. Er sagte Heise, genau diejenige Brüsseler «Bananenrepublik» sei am Werk, der die Bürger Frankreichs und Hollands kürzlich eine Absage erteilt hätten. Deutschland agiere als «Scharfmacher» für Softwarepatente und als «Wortführer der Patentlobby, die derzeit mit PR-Budgets in zweistelliger Millionenhöhe den EU-Parlamentariern ein Interesse Kleiner und Mittlerer Unternehmen an Softwarepatenten vorzugaukeln versucht.» (nz)