02. Jun 2005 16:40
Das neue Lidl-Notebook kann Fotos und Videos auch ohne gestartetes Windows wiedergeben. Dabei kommt Linux zum Einsatz – worüber sich die Open-Source-Programmierer nur bedingt freuen.
Es sei zwar in Ordnung, GPL-Software in kommerziellen Produkten einzusetzen. Dies sei aber nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt. So müsse dem Kunden eine Kopie der Lizenz mitgegeben werden, so dass dieser über die GPL-Rechte informiert sei. Zudem muss der entsprechende Quellcode zur Verfügung gestellt werden. Welte sagte, «die Freie-Software-Gemeinschaft freut sich, dass Notebook-Hersteller ihre Geräte mit vorinstalliertem Linux anbieten. Dennoch handelt es sich um urheberrechtlich geschütztes Material, bei dem die Lizenzbestimmungen zu beachten sind».
Auslöser des Streits ist die so genannte Instant-On-Funktion, mit der Video-DVDs, Audio-CDs, MP3- und Foto-Sammlungen wiedergegeben werden können, ohne dass Windows gestartet werden muss. Die Funktion beruht auf Linux. (nz)