30.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Anti-japanische Proteste - organisiert in Internetforen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wer in China eine Website betreibt, muss sich künftig registrieren lassen. Offiziell geht es der Regierung um die Eindämmung von Gesetzesverstößen.
Chinesische Website-, Foren- und Blog-Betreiber müssen ihren Internetauftritt bis spätestens Ende Mai bei den Behörden anmelden. Anderenfalls drohe ihnen die Abschaltung, berichtet das Portal «Sohu.com».
Dort heißt es, die Regierung versuche, so die Kontrolle über die Online-Aktivitäten in seinem Land zurückzuerlangen. Offiziell gehe es um die Eindämmung von Internet-Kriminalität.
Rund 120 Millionen Chinesen sind inzwischen online. Vor allem die Zahl der chinesischen Weblogs ist im vergangenen Jahr enorm angestiegen, und auch die chinesische Opposition nutzt die neue Form der Meinungsäußerung. So wurden zum Beispiel die anti-japanischen Proteste maßgeblich über das Internet organisiert. (nz)