Härtere Maßnahmen gegen Internet-Piraterie gefordert
Bereits jetzt wird versucht, auf die jeweiligen Länder Einfluss zu nehmen. James Mendenhall, der amtierende Chefsyndikus der amerikanischen Handelsvertreter, sagte, dass seine Kollegen in dieser Woche eine Delegation aus China zu Gast hätten, um unter anderem auch über den Kopierschutz zu sprechen.
»Wir werden beantragen, dass die WTO entsprechende Regeln aufstellt, damit wir mehr Informationen darüber bekommen, wie weit die chinesischen Bemühungen schon fortgeschritten sind«, sagte Mendenhall.
Neben dem Vorhaben, durch die WTO ein stärkeres Einhalten internationaler Regeln zu erreichen, setzt Amerika auf einen weiteren Plan: Zwar wolle Amerika Freihandelsverträge unterzeichnen - diese sollen jedoch strikte Regeln zum Kopierschutz enthalten, die mit jedem Land individuell ausgehandelt werden sollen, meldet der Online-Dienst.
Die Kosten, die die illegalen Raubkopien verursachen, sind enorm: Allein durch die Internet-Piraterie in China entsteht amerikanischen Unternehmen jährlich ein finanzieller Schaden zwischen 2,5 und 3,5 Milliarden US-Dollar, teilte die US-Handelsvertretung mit. Erst kürzlich waren bereits Raubkopien der neuesten «Star Wars»-Folge in Moskau und Beijing zu erhalten. (nz)

