In Amerika haben am Mittwoch mehrere Senatoren US-Präsident George Bush aufgefordert, erhöhten Druck auf Russland und China auszuüben, damit diese Länder stärker die Kopierschutzrechte beachten. Das meldet der Online-Nachrichtendienst «news.com». Für die Internet-Piraterie mit Filmen und Computer-Software seien diese Länder inzwischen das reinste Paradies, warnten sie. Ernsthafte Bemühungen um den Kopierschutz
Bereits jetzt wird versucht, auf die jeweiligen Länder Einfluss zu nehmen. James Mendenhall, der amtierende Chefsyndikus der amerikanischen Handelsvertreter, sagte, dass seine Kollegen in dieser Woche eine Delegation aus China zu Gast hätten, um unter anderem auch über den Kopierschutz zu sprechen. »Wir werden beantragen, dass die WTO entsprechende Regeln aufstellt, damit wir mehr Informationen darüber bekommen, wie weit die chinesischen Bemühungen schon fortgeschritten sind«, sagte Mendenhall. Kopierschutzregeln individuell ausgehandelt
Erst im April dieses Jahres hatte die amerikanische Handelsvertretung Russland und China neben Brasilien, Israel und Indonesien auf die Liste der Länder gesetzt, die die Gesetze zum Kopierschutz am stärksten verletzten. Neben dem Vorhaben, durch die WTO ein stärkeres Einhalten internationaler Regeln zu erreichen, setzt Amerika auf einen weiteren Plan: Zwar wolle Amerika Freihandelsverträge unterzeichnen - diese sollen jedoch strikte Regeln zum Kopierschutz enthalten, die mit jedem Land individuell ausgehandelt werden sollen, meldet der Online-Dienst. Die Kosten, die die illegalen Raubkopien verursachen, sind enorm: Allein durch die Internet-Piraterie in China entsteht amerikanischen Unternehmen jährlich ein finanzieller Schaden zwischen 2,5 und 3,5 Milliarden US-Dollar, teilte die US-Handelsvertretung mit. Erst kürzlich waren bereits Raubkopien der neuesten «Star Wars»-Folge in Moskau und Beijing zu erhalten. (nz)
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