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USA wollen Spam-PCs vom Internet trennen

26. Mai 2005 15:22
Mehr DSL-Leitungen, mehr Spam
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Die meisten Spam-Mails werden unwissentlich von privaten Nutzern versendet. Wer seinen Computer nicht schützt, könnte bald seinen Internet-Anschluss verlieren – wenn es nach der US-Handelsorganisation geht.

Die US-Handelsorganisation hat weltweit 3000 Provider aufgefordert sicherzustellen, dass deren Kunden keine Spam-Mails versenden. Man plane, so genannte Zombie-PCs künftig zu identifizieren und die Provider aufzufordern, deren Mail-Verkehr in Quarantäne zu nehmen.

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  • Technisch wäre dies durchaus möglich, eine rechtliche Grundlage gibt es dafür aber bislang nicht, auch nicht in den USA. Deshalb hofft man bei der US-Handelsorganisation nun auf die freiwillige Mithilfe der Provider. Sie sollen unter anderem ihre Nutzer darauf hinweisen, dass ihre Computer Spam versenden - und deren ausgehende Mails gegebenenfalls blockieren.

    DSL begünstigt Internet-Würmer

    Hintergrund ist die wachsende Zahl von Zombie-PCs, die täglich tausende von Spam-Mails verschicken. In der Regel gehören diese Computer ahnungslosen Internet-Nutzern, die noch nicht entdeckt haben, dass ihr PC von einem Virus befallen ist. Etwa der so genannte WM-Wurm arbeitete nach dieser Methode und verschickte innerhalb weniger Tage mehrere Millionen E-Mails.

    Aufgrund der zunehmenden Zahl von DSL-Flatrates fällt in der Regel der Spam-Versand dem einzelnen Computer-Besitzer gar nicht auf. Wohl aber den Providern, bei denen der zunehmende Internet-Verkehr enorme Kosten verursacht.

    Der Vorsitzende der amerikanischen Provider-Vereinigung sagte, man sei sich der Problematik bewusst. Allerdings bestehe die Gefahr, versehentlich Mails von ahnungslosen Kunden zu sperren. So sei zum Beispiel schwierig zu unterscheiden, ob ein Computer Spam versende oder ob von dort aus nur ein monatlicher Newsletter an tausende Adressen verschickt werde. Zudem sei es den Providern gesetzlich untersagt, Mails ihrer Kunden zu lesen. (nz)

     
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