Hintergrund ist die wachsende Zahl von Zombie-PCs, die täglich tausende von Spam-Mails verschicken. In der Regel gehören diese Computer ahnungslosen Internet-Nutzern, die noch nicht entdeckt haben, dass ihr PC von einem Virus befallen ist. Etwa der so genannte WM-Wurm arbeitete nach dieser Methode und verschickte innerhalb weniger Tage mehrere Millionen E-Mails. Aufgrund der zunehmenden Zahl von DSL-Flatrates fällt in der Regel der Spam-Versand dem einzelnen Computer-Besitzer gar nicht auf. Wohl aber den Providern, bei denen der zunehmende Internet-Verkehr enorme Kosten verursacht.
Der Vorsitzende der amerikanischen Provider-Vereinigung sagte, man sei sich der Problematik bewusst. Allerdings bestehe die Gefahr, versehentlich Mails von ahnungslosen Kunden zu sperren. So sei zum Beispiel schwierig zu unterscheiden, ob ein Computer Spam versende oder ob von dort aus nur ein monatlicher Newsletter an tausende Adressen verschickt werde. Zudem sei es den Providern gesetzlich untersagt, Mails ihrer Kunden zu lesen. (nz)