Nazi-Spam dank vieler DSL-Anschlüsse
17.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Noch nie erreichten die Internet-Nutzer innerhalb weniger Tage so viele Spam-Mails. Seit Sonntag verschickt Sober.Q den Nazi-Spam, und nach Ansicht von Experten ist damit auch erst am 22. Mai Schluss.
Link sagte, zwar seien im Vergleich zu anderen Attacken relativ wenige Rechner mit Sober.Q infiziert, trotzdem sei die hohe Anzahl der verschicktne Spam-Mails derzeit enorm.
«Grund dafür ist auch, dass immer mehr Rechner mit DSL-Anschlüssen und Flatrates stundenlang im Internet sind», so Link. Die Nutzer der befallenen Rechner würden kaum merken, dass diese im Hintergrund über mehrere Stunden hunderte Mails verschickten. «Im Modem-Zeitalter wäre das nicht so einfach gewesen», sagte er, weil den Modem-Nutzern sehr schnell aufgefallen wäre, dass der Wurm den Netzzugang verlangsamt.
Ärgerlich ist der Nazi-Spam für viele Benutzer aber trotzdem, da die Die Spam-Programme nicht in der Lage sind, die Nazi-Mails auszufiltern. «Die Mails haben einfach keine typischen Merkmale»,so Link. Es gebe keinerlei heuristische Methode, mit der es möglich wäre, solche Mails zu blockieren, da es sich um einfache Textmails ohne auffällige Stichwörter handele.

