17.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Gefährlicher auf dem Land: Handy am Ohr
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Schwedische Forscher gehen davon aus, dass Handys vor allem in ländlichen Gebieten schädlich sind. Die Wahrscheinlichkeit, Krebs zu bekommen, ist dort wesentlich höher.
Schwedische Forscher gehen von einem Zusammenhang zwischen der Sendeleistung von Handys und dem Krebsrisiko aus. Die Forscher der Universitätsklinik in Orebro wiesen nach, dass in ländlichen Gebieten die Krebsgefahr durch Handys dreimal höher ist als in der Stadt.
Grund dafür ist die Entfernung der Nutzer zum nächsten Mobilfunkmasten, die auf dem Land im durchschnittlich höher ist als in städtischen Gebieten. Die automatische Sendeleistung der Handys ist deshalb auf dem Land deutlich größer, wenn ein Gespräch aufgebaut wird.
Verglichen wurden 1400 Krebspatienten im Alter von 20 bis 80 Jahren mit gesunden Probanden, die in der gleichen Gegend leben. Dabei stellten die Forscher um Professor Lennart Hardell fest, dass das Risiko einen Hirntumor zu bekommen, für einen Landbewohner mit Handy dreimal so hoch ist wie für einen Stadtbewohner. Das Risiko für einen bösartigen Tumor war sogar acht Mal so hoch.
Weitere Forschung nötigDie Forscher beurteilen das Ergebnis ihrer Arbeit derzeit noch mit Vorsicht. Professor Lennart Hardell sagte, die Zahl der Fälle sei für eine eindeutige Aussage noch zu klein. Er riet jedoch dazu, mehr mit Headsets zu telefonieren. Vor allem Kinder sollten Handys nur benutzen, wenn es notwendig ist.
Bislang waren Studien zum Krebsrisiko von Handys sehr widersprüchlich. Die meisten Forscher konnten bislang keinerlei Zusammenhang zwischen Krebsrisiko und Handynutzung feststellen. Gesichert ist bislang aber lediglich, dass herkömmliche schnurlose Telefone keinen Krebs verursachen können zu diesem Ergebnis kamen auch die schwedischen Forscher. (nz)